Wissen und Kunst stehen im Mittelpunkt

“Wild im Wald” sorgt für reges Trei­ben beim Palette-Sommerfest

Wild im Wald! Das Motto des Palette-Som­mer­fes­tes kommt gut an bei den Besu­chern. Den gan­zen Sonn­tag über herrscht in der Alten Schule in Bad Enbach reger Betrieb. Ein­ge­la­den hat der Kunst- und Kul­tur­kreis Palette.
Span­nend wird es bereits auf dem Weg in die Alte Schule, denn dort steht das Info­mo­bil der Jäger­ver­eni­gung Mar­burg. Mit der Initia­tive Lern­ort Natur will sie die Men­schen für Natur- und Tier­schutz, eine nach­hal­tige Ent­wick­lung und ein öko­lo­gi­sches Bewusst­sein sen­si­bi­li­sie­ren. Inter­es­sier­ten Besu­chern ver­mit­telte der Obmann von Lern­ort Natur, Dirk Schmidt, viel Wis­sens­wer­tes über unter­schied­li­che Lebens­räume, Pflan­zen und iins­be­son­dere die Tiere. Denn deren Prä­pa­rate waren im Mobil in natur­na­her Kulisse aus­ge­stellt. Und nicht  nur die klei­nen Besu­cher hat­ten Lust, zum Bei­s­peil einen Dachs zu strei­cheln oder sich den Unter­schied zwi­schen Hase und Wild­ka­nin­chen erklä­ren zu las­sen. Dabei ging es nicht nur um kleine Tiere. Auch ein Bären­schä­del erregte Auf­merk­sam­keit. Die Ini­ti­tive gibt es seit 1993 mit dem Ziel, das Mit­ein­an­der von Mensch und Natur zu ver­mit­teln.
Musi­ka­lisch wur­den die Besu­cher, unter  ihnen auch Bad End­bachs Bür­ger­meis­te­rin Erika Weber, dann auf dem Hof der Alten Schule emp­fan­gen: Das Trio CB Jazz mit Sän­ge­rin Diana Bio­lan berei­cherte den  son­ni­gen Nach­mit­tag mit Jazz, Swing und belieb­ten Rhyth­men. Gro­ßer Bei­fall war der For­ma­tion sicher. Gleich nebenan bezau­berte Linda Wie­gand aus Gla­den­bach mit außer­ge­wöhn­li­chen und zum größ­ten Teil von ihr selbst hand­ge­fer­tig­ten Krän­zen, die viel Bewun­de­rung fan­den. Die Palette reichte vom Rie­sen­kranz aus Ästen und Call­ab­lü­ten, der über dem Hof schwebte, bis hin zu klei­ne­ren Krea­tio­nen aus Natur­ma­te­ria­lien in unge­wöhn­li­chen For­men und Far­ben.
In der Alten Schule lockte dann der Kof­fer­markt mit Kunst und Krem­pel, das Ange­bot reichte von anti­ken Din­gen über inter­es­sante Teile einer Natur­kun­de­samm­lung bis hin zu Büchern, hand­ge­ar­bei­te­ten Taschen, Bil­dern, Post­kar­ten , Por­zel­lan und vie­len Tei­len mehr.
Um Wald- und Wild­kräu­ter ging es am Stand von Kräu­ter­frau Petra Kunze-Bruck­hoff, die vor­al­lem mit ihrem immensen Wis­sen bei den Besu­chern punk­tete. Denn gegen fast alle Beschwer­den ist schließ­lich ein Kraut gewach­sen.
Farb­in­ten­sive Pflan­zen und Bäume, aber auch Füchse, Rehe und Eulen stan­den im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung der Palette-Kunst­schaf­fen­den, für die Monika-Wür­fel-Fries ver­ant­wort­lich zeich­net. Die Bil­der sind in den unter­schied­lichs­ten Tech­ni­ken enstan­den und die Motive viel­fäl­tig. Auch das Thema Baum­ster­ben  war durch­aus prä­sent und ganz beson­dere Fotos zei­gen Pilze. Diese Aus­stel­lung zum Thema “Wild im Wald” ist auch wei­ter­hin in der Alten Shule zu sehen, mitt­wochs und sams­tags von 15 bis 17 Uhr.
Ver­spielt wurde es dann in den Gale­rie­räu­men von Bri­gitte Koi­schwitz, wo sie ihre selbst kre­ierten Bro­schen, aber auch Bücher und Bil­der prä­sen­tiert. Zugleich ser­vierte die Palette  hier auch Kaf­fee und Kuchen. Und wer es def­ti­ger mochte, holte sich im Hof eine Wild­brat­wurst vom Grill. Gleich nebenan gab es übri­gens zur Abküh­lung die bewähr­ten kal­ten Güsse von Pfar­rer Kneipp.
Die Palette zieht nicht nur eine erfolg­rei­che Bilanz, son­dern freut sich auch über meh­rere neue Mit­glie­der. (vo)